Die elektrische Markise hat sich von einem Luxusartikel zu einem unverzichtbaren Element moderner Wohnkultur entwickelt. Sie bietet nicht nur effektiven Schutz vor intensiver Sonneneinstrahlung und schädlicher UV-Strahlung, sondern erhöht auch den Wohnkomfort im Außenbereich signifikant.
Die Bequemlichkeit, die Markise per Knopfdruck oder sogar automatisch steuern zu können, macht sie zur idealen Lösung für Terrassen und Balkone. Angesichts der großen Auswahl auf dem Markt ist die Entscheidung für das richtige Modell jedoch komplex.
Neben den offensichtlichen Aspekten wie Größe und Farbe spielen technische Spezifikationen, die Qualität des Materials und die Art des Antriebs eine entscheidende Rolle für die Langlebigkeit und Funktionalität.
Wer eine elektrische Markise kaufen möchte, sollte daher verschiedene Faktoren sorgfältig prüfen, um eine Investition zu tätigen, die optimal auf die baulichen Gegebenheiten und die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Tuchqualität und UV-Schutzfaktor
Die Qualität des Markisentuchs ist der wichtigste Faktor für Schutz und Haltbarkeit. Achten Sie auf hochwertige Acryl- oder Polyestergewebe, die besonders reißfest und farbecht sind.
Das Tuch sollte eine hohe Wassersäule aufweisen, um leichten Regen abhalten zu können, und eine Imprägnierung besitzen, die Schimmel- und Stockfleckenbildung verhindert.
Ein entscheidendes Kriterium ist der UV-Schutzfaktor (UPF). Je höher dieser Wert ist, desto besser wird die Haut vor schädlicher Strahlung geschützt. Eine langlebige elektrische Markise zeichnet sich durch ein Tuch aus, das jahrelang Witterungseinflüssen standhält, ohne auszubleichen.
Stabilität der Konstruktion und Windwiderstandsklasse
Die Markisenkonstruktion, insbesondere die Arme und das Gehäuse, müssen stabil genug sein, um Wind und Wetter standzuhalten.
Achten Sie auf die Windwiderstandsklasse, die in die Klassen 1, 2 oder 3 eingeteilt wird. Klasse 2 ist für die meisten Standorte in windgeschützten Lagen ausreichend, während Klasse 3 für exponierte Bereiche empfohlen wird.
Die Gehäuseausführung (offene, halboffene oder geschlossene Kassette) bestimmt, wie gut das Tuch und die Technik im eingefahrenen Zustand vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt sind. Eine vollkassetten elektrische Markise bietet den besten Schutz und erhöht die Lebensdauer des Tuchs.
Art des Motors und Automatisierungsoptionen
Der Motor ist das Herzstück einer elektrische Markise. Rohrmotoren sind der Standard und sollten leise, zuverlässig und idealerweise von einem Markenhersteller stammen. Für maximalen Komfort ist die Wahl der Steuerungsart entscheidend: Wandschalter ist die Basissteuerung.
Funkfernbedienung bietet maximale Flexibilität. Smart Home Integration ermöglicht die Steuerung über App oder Sprachbefehle. Besonders nützlich sind Wind- und Sonnensensoren, die die Markise automatisch ein- oder ausfahren.
Ein Windsensor schützt die Markise bei starkem Wind vor Schäden, während ein Sonnensensor für eine konstante Beschattung sorgt, auch wenn Sie nicht zu Hause sind.
Montageart und bauliche Voraussetzungen
Die Markise muss sicher an der Fassade befestigt werden. Je nach baulicher Situation (Mauerwerk, Wärmedämmverbundsystem (WDVS), Holzständerwerk) sind unterschiedliche Montagearten und Befestigungsmittel erforderlich. Wandmontage ist der Standardfall.
Decken-/Dachsparrenmontage ist erforderlich bei begrenztem Platz an der Fassade. Bei Fassaden mit Außendämmung (WDVS) sind spezielle Distanz- oder Chemieanker notwendig, um die Kräfte tief in das tragende Mauerwerk abzuleiten.
Klären Sie vor dem Kauf die Tragfähigkeit Ihrer Wand ab, um Sicherheitsrisiken und teure Schäden zu vermeiden.
Größe und Ausfalltiefe
Die korrekte Bestimmung von Breite und Ausfalltiefe (wie weit die Markise ausfährt) ist entscheidend für den optimalen Schattenwurf. Die Breite sollte idealerweise etwas über die Fenster- oder Terrassenbreite hinausragen, um seitlichen Sonneneinfall zu minimieren.
Die Ausfalltiefe muss so gewählt werden, dass sie zu jeder Tageszeit den gewünschten Bereich beschattet. Eine Markise mit Gelenkarmtechnologie bietet hierbei die meiste Flexibilität. Messen Sie den zu beschattenden Bereich zu den kritischen Sonnenzeiten sorgfältig aus.

